Der seidene Faden

Eine der großen Enttäuschungen dieses Kinojahres ist „Der seidene Faden“ von Paul Thomas Anderson. Der große Individualist des US-amerikanischen Kinos, der Hollywood mit „Magnolia“ (1999) oder „There will be blood“ (2007) bereicherte, bietet zwei Stunden erlesene Langeweile.

Das zutiefst neurotische Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Modedesigner Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) und seiner Muse Alma (Vicky Krieps) schleppt sich uninspiriert und altbacken seinem Ende entgegen.

Warum dieser Film für 6 Oscars nominiert ist, darunter in den Königs-Kategorien für den Besten Film, die Beste Regie und den Besten Hauptdarsteller, bleibt das Geheimnis der Academy.

Bild: 2017 Focus Features, LLC.

 

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